Was ist eine Powerbank?
Powerbanks sind externe Ladegeräte, welche sich an der Steckdose aufladen lassen. Sie speichern Stromreserven, welche später auf das Endgerät abgegeben werden können. Ihre Ladekapazität hängt dabei vom jeweiligen Modell ab.
Die Leistungsfähigkeit einer Powerbank wird als Kapazität bezeichnet. Sie wird in Milliamperestunden (mAh) abgekürzt. Je höher diese Zahl ist, desto mehr Energie kann der Akku an das Endgerät übertragen. Die Ladung der Powerbank wird meist mit bis zu 2,4 Ampere ausgegeben. Für ein Smartphone reicht bereits 1 Ampere aus.
Kabel, die den Zusatzakku mit der Steckdose oder dem Smartphone verbinden, werden üblicherweise mitgeliefert. Sollte dies nicht der Fall sein, kann jedes gewöhnliche USB Kabel genutzt werden. Diese werden ohnehin beim Kauf eines Smartphone, einem Tablet oder einem eBook mitgeliefert. Häufige Gründe für die Nutzung einer Powerbank sind Urlaube, Ausflüge und Festivals.
USB-Ersatzakku Sonderfunktionen
Mittlerweile haben viele Modelle integrierte Sonderfunktionen. Neben eingebauten Taschenlampen und digitalen Anzeigen des Lade- und Betriebszustands gehören auch Features wie mehrere USB-Anschlüsse oder dedizierte Ausgänge.
Auch zur Starthilfe eines PKWs können einzelne, hochstromfähige Powerbanks genutzt werden. Achten Sie hier immer auf die Herstellerbeschreibung und die aufgerufene Kapazität.
Technische Daten
Eine Powerbank ist in der Regel mit einem oder mehreren Lithium-Polymer- oder Lithium-Ionen-Akkuzellen versehen. Die Stromabgabe an das Endgerät erfolgt über mindestens einen Typ A USB-Anschluss. Die Powerbank selbst wird gewöhnlich über den Micro-USB-Anschluss an der Steckdose aufgeladen.
Die nominelle Kapazität von einer Powerbank liegt zwischen 1000 mAh und weit über 20.000 mAh, was sich in der Regel nur auf den verbauten Akku bezieht und nicht auf die entnehmbare elektrische Energie.
Die Ausgangsspannung für USB-Akkupacks entsprechend dem benutzten Steckverbinder über die gängigen USB-Adapter liegt auf 5 V fixiert.
Kompatible Endgeräte
Mit einem USB-Akkupack kann man vielerlei Geräte unterwegs laden. Angefangen beim Handy über MP3-Player bis hin zur elektrischen Zigarette.
- Smartphone
- Smartwatch
- Tablets
- MP3-Player
- eBook Reader
- Headset
- Kompaktkamera
- E-Zigarette
- Funkgeräte
- Tragbare Spielekonsolen
- Tragbare Lautsprecher
Powerbank Typen
Die verbreitetste Art einen Ersatz-Akku zu laden, ist über die Steckdose. Mittlerweile gibt es auch Modelle, die über Solarkraft oder einen Fahrrad-Dynamo ihren Strom selbst erzeugen.
Welcher Powerbank Typ geeignet ist, kommt ganz auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers an. So sollte man sich vor dem Kauf die Frage stellen, welche Geräte in welchem Umfang geladen werden sollen.
Solar USB-Akkupack
Eine Powerbank mit integrierter Solarzelle benötigt keine externe Stromquelle. Sie nutzen die Kraft der Sonne und versorgen sich so selbst mit dem benötigten Strom.
Dieser Vorgang dauert aber um einiges länger, als der herkömmliche Ladevorgang über die Steckdose. Aus diesem Grund gibt es bei einer Solarbetriebenen Powerbank meist mindestens zwei USB Anschlüsse. Bei wenig Sonne kann damit gleichzeitig über die Steckdose geladen werden.
Kurzgefasst ist diese Funktion nur ein netter Zusatz, welcher in der Praxis eher schlecht abschneidet. Sollte man unterwegs einmal dringend Akku für eine kurze SMS benötigen, reicht diese Art von Powerbank definitiv aus. Für den häufigen gebrauch ist sie allerdings nicht geeignet.
Fahrrad-Dynamo Powerbank
Auch bei einer Fahrradtour kann der Akku des Smartphones aufgrund von Navigationsfunktion schnell leer gehen. Um immer den richtigen Weg zu finden, kann man über einen Fahrraddynamo die Powerbank laden.
Strom unterwegs per Dynamo zu erzeugen ist ganz einfach und vorrangig für Trekking Bike Räder geeignet. Spezielle Modelle besitzen einen sogenannten Pufferakku, welcher die Stromversorgung auch bei kurzen Pausen gewährleistet.
Was ist vor der ersten Ladung zu beachten?
Vor der ersten Benutzung der Powerbank wird empfohlen , das Gerät einmal vollständig aufzuladen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine herkömmliche Zusatzbatterie für die Steckdose ist oder es über Solar oder Dynamo geladen wird.
Meist muss man sie dazu erst einschalten. Dies geschieht, indem man die Powertaste drückt, beziehungsweise bei manchen Geräten gedrückt hält.
Für die Haltbarkeit des externen Akkus ist es wichtig, dass er vor der ersten Nutzung vollends aufgeladen ist. Dies kann zu Beginn einige Stunden in Anspruch nehmen (wie lange ist nachlesbar in der Anleitung).
Powerbank zu schnell leer
Viele Batterien laden die Geräte nach kurzer Zeit schon nicht mehr mit voller Ladekapazität auf. Dies kann mehrere Gründe haben. Wenn beispielsweise die Akkukapazität deutlich höher als die Ladekapazität des Endgeräts ist, wird die Ladung nicht genügen, um ein vollständiges Aufladen zu erzielen.
Ein weiterer Grund für ein zu schnelles Entladen der Powerbank kann ein Kabel im Ausgangs des Akkus, während des Nichteinsatzes sein. Auch wenn kein Gerät angeschlossen ist, kann hierüber Strom abgegeben werden.
Um einen solchen Schwund zu verhindern, wird geraten das USB-Akkupack auszuschalten, wenn es nicht benötigt wird. Bei guter Pflege wird die Powerbank auch wieder 80 – 90 Prozent der Ladekapazität abgeben.
Kaufkriterien
Wer sich einen Zusatzakku zulegen möchte, der sollte sich zuvor Gedanken machen, welches Modell für ihn geeignet ist. Von wenigen Euro bis hin in den dreistelligen Bereich, das ist ein großes Angebot.
Aber nicht nur der Geldbeutel ist bei dieser Entscheidung ein wichtiger Faktor. Auch sollte vor einem möglichen Kauf der Einsatzbereich des kleinen Gerätes geklärt sein. Hier einmal die wichtigsten Punkte:
Welche Kapazität wird benötigt?
Um zu wissen, über wie viele mAh der Akku des zu ladenden Handys verfügt, reicht ein Blick in das dazugehörige Handbuch. Bei den meisten Smartphones liegt der Wert hierfür zwischen 1300 und 2000 mAh. Laptops und Tablets benötigen deutlich mehr.
Die gekaufte Powerbank sollte circa 25 Prozent mehr mAh verfügen, damit eine volle Ladung gewährleistet werden kann. Denn es muss immer ein Verlust bedacht werden. Siehe:
Wie oft wird die Powerbank benötigt?
Ein wichtiger Faktor beim Aussuchen einer passenden Powerbank ist auch der Einsatzzweck. Wird der externe Akku nur für einen Nachmittag in der Stadt benötigt, reicht ein Gerät mit weniger Ladekapazität vollkommen aus.
Steht allerdings ein Urlaub im Ausland an, in dem man oft unterwegs ist, benötigt man ein Gerät mit möglichst großer Kapazität, um lange unabhängig von einer Steckdose zu sein.
Qualität
Wie bei allen elektronischen Geräten spielt auch hier die Qualität des Produktes eine große Rolle. Ist das Gehäuse der Zusatzbatterie beschädigt, sollte bei der Anwendung größte Vorsicht geboten sein. Ist diese nicht ordentlich verarbeitet, kann dies im schlimmsten Fall zu gesundheitlichen Schäden führen.
Aus diesem Grund wird besonders vor billigen No-Name Produkten gewagt.
Auch bei den verbauten Akkus gibt es qualitative Unterschiede. Je hochwertiger der Akku ist, desto mehr Ladezyklen sind möglich.
USB-Akkupack selber bauen
Wenn das nötige Kleingeld fehlt, oder aber man sich einfach technisch probieren mag, kann sich jeder sein eigenes USB-Akkupack bauen.
Hat man einmal verstanden wie eine Powerbank funktioniert, kann man sie mit etwas technischem Geschick nach bauen. Hier eine einfache Anleitung zum Nachbauen:
Die drei Grundkomponenten für einen selbstgebauten USB-Akku sind:
- Batteriefach für 4 AA-Batterien
- USB-Netzt-Adapter
- Gehäuse
Mit wenigen Euro lassen sich diese drei Teile günstig kaufen. Man kann sie aber auch aus nicht mehr verwendeten Elektrogeräten ausbauen, dies wird allerdings nur für erfahrene Bastler vorgeschlagen.
Im ersten Schritt wird der USB-Netz- Adapter auseinander gebaut und der weibliche Anschluss von der Platine entfernt. Dabei ist höchste Vorsicht geboten, achten Sie darauf, dass die äußeren Pins des USB-Anschlusses nicht abgebrochen werden und am Anschluss dran bleiben.
Im nächsten Schritt werden 2 Drähte mit den beiden äußeren Pins verbunden. Dabei werden sie mit dem Pluspol (rotes Kabel) und dem Minuspol (schwarzes Kabel) mit dem Batteriefach verbunden.
Im letzten Schritt wird das Ganze dann in einem geeigneten Gehäuse verbaut, damit die Powerbank etwas handlicher wird. In vorangegangenem Video wird ein solcher Eigenbau genauer erklärt.
Wasserdichte Akkupacks
Holt man sein mobiles Akkupack mit in den Strandurlaub, sollte zuvor geklärt werden, ob dieses auch wasserdicht ist. Auch wenn bei den üblichen Akkus die Spannung und Stromstärke relativ niedrig ist, bleibt es ein elektrisches Gerät, welches vom Wasser ferngehalten werden sollte.
Damit aber auch das Handy während des Urlaubs entspannt am Meer geladen werden kann, gibt es spezielle Exemplare, welche das Smartphone optimal vor Wasser schützen.
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Produkt explizit als „wasserdicht“ verkauft wird. Aussagen wie Wasserabweisend oder Wasserfest werden nicht mit Wasserdicht gleichgestellt und schützen Ihr geliebtes Handy leider nicht wirksam.
Fazit
Die oben genannten Punkte sollten beim Kauf einer Powerbank allesamt beachtet werden. Als bestes mobiles USB-Akkupack hat die Aukey Powerbank abgeschnitten, aber auch die Anker PowerCore kann sich sehen lassen, welche in verschiedenen Kapazitätsgrößen daher kommt.