Orgenergy und Acáo – Test und Erfahrungen

Das Unternehmen aus Wiesbaden wurde 2014 von drei Freunden als Start-Up gegründet und hat inzwischen sein Angebot umfangreich erweitert sowie sich als einer der führenden, alternativen Energietrinkherstellern entwickeln. Zwar verfügt Acáo nur über wenige Produkte, dafür aber sind diese äußerst hochqualitativ.

2016 gewann das Unternehmen den hessischen Gründerpreis für ihre bio-zertifizierten, veganen und aus recyceltem Plastik hergestellten Getränkedosen bzw. -flaschen. Das Unternehmen orientiert dabei am hehren Ziel der Nachhaltigkeit und stellt Umweltschutz, Vermeidung von Plastikmüll sowie CO2 Sparsamkeit in den Vordergrund ihrer Produktions-Philosophie.

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Orgenergy und Acáo Energy Drink– Inhaltsstoffe

Neben der Hauptreihe Acáo verfügt das Unternehmen auch über weitere Produkte, die separat vermarktet werden. Dazu gehört neben dem 2019 veröffentlichten Bio--ISO-Getränken auch der Energietrink Orgenergy, welcher ebenfalls bio-zertifiziert ist und aus Rezyklat besteht. Wie die meisten Energiegetränke verfügen die beiden Produkte über die maximale Menge an Koffein, nämlich 32 mg pro 100 ml.

Inhaltsstoffe von Acáo pro 100ml:

  • 15% Echter Fruchtsaftgehalt
  • 0g Fett
  • Davon 0g gesättigte Fettsäuren
  • 4,2g Kohlenhydrate
  • Davon 4,1g Zucker
  • 0g Eiweiß
  • 0g Salz
  • Johanniesbrotkernmehl

Inhaltsstoffe von Orgenergy pro 100 ml:

  • 3% Fruchtgehalt (Davon 1% Hauptgeschmacksanteil)
  • Gerstenmalzextrakt
  • 38 Kalorien Fett
  • Davon 0g gesättigte Fettsäuren
  • 0g Kohlenhydrate
  • 9,2g Zucker
  • 9,2g Eiweiß
  • 0g Salz

Leider fehlen Angaben bezüglich der empfohlenen Tagesmenge der enthaltenen Stoffe sowie eine genaue Aufzählung der enthaltenen Vitamine innerhalb der Dose. Im Vergleich zu anderen Wettbewerbern außerhalb der großen Anbieter wie Red Bull oder Monster ist der echte Fruchtsaftgehalt damit als unterdurchschnittlich einzuordnen.

Anders sieht es beim Acáo-Getränk aus. Dieses verfügt mit ganzen 15% echtem Fruchtsaftgehalt über eine der höchsten Werte innerhalb der Konkurrenz. Leider fehlt aber auch auf diesem, eine Angabe zu den enthaltenen Vitaminen sowie der empfohlenen Tagesdosis dieser. Dennoch sticht der Acáo seinen direkten Mitstreiter Orgenergy durch seine besseren Zutaten aus. Beide sind jedoch aufgrund des höheren Koffeingehalts Kleinkindern und Schwangeren nicht zu empfehlen.

Geschmack und Rezeptideen von Acáo

Acáo bietet seinen Energiedrink in drei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen an, darunter Maracuja-Ingwer, Quitte-Zitrone und pinke Grapefruit. Alle Sorten schmecken weniger süßlich, als vergleichbare Produkte und besitzen dabei einen natürlicheren Geschmack als die Energiedrinks vieler Konkurrenten, die oftmals eher künstlich oder nach Gummibärchen schmecken.

Aber das ist noch nicht alles, denn der distinkte, aber nicht penetrante Geschmack eignet sich perfekt dazu, um mit anderen Getränken, besonders Spirituosen gemischt zu werden, wodurch aufregende Cocktail-Varianten entstehen. Auf der Firmenwebseite verfügt Acáo über einen regelmäßig aktualisierten Blog, der zahlreiche Rezeptideen liefert, wie beispielsweise den aufregenden Limon-Cocktail auf Gin-Basis.

Rezept Idee Limon-Cocktail:

  • 5 cl Gin (Bspw. Tanqueray No. 10)
  • 1 Tl Quittengelee
  • 2 cl Zuckersirup
  • 2 cl Zitronensaft
  • Acáo Quitte-Zitrone
  • Zitronenzeste

Um den leckeren und gerade im Sommer gut ankommenden Cocktail zu mixen, werden zunächst alle Zutaten bis auf den Acáo in einen Shaker getan und miteinander vermischt. Danach füllt man das vorgekühlte Glas mit Eiswürfeln auf und gibt den Gin dazu. Schließlich gibt man mit dem Acáo das Gemisch auf und kann es im Anschluss noch mit Zitronenschalen als Blickfang servieren.

Dort finden sich aber nicht nur aufregende Cocktail-Ideen, sondern auch eine ganze Bandbreite an Rezepten für vegane Ernährung – von Frühstücksflocken bis zu Porridge oder Plätzchen. Auch klärt das Unternehmen dort potenzielle Kunden über ihr Vorgehen und ihre Philosophie auf. Schließlich finden sich viele weitere kreative Ideen rund um Acáo auf der Instagram-Seite der Marke.

Geschmack von Orgenergy

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Der Geschmack von Orgenery ist etwas kräftiger, als der seines Bruders und schmeckt zudem süßlicher. Die erhältlichen Sorten sind Birne-Cherimoya, Aprikose-Lotusblume und Granberry-Limette. Momentan sind die Getränke ausschließlich über den Amazon-Shop des Unternehmens in Deutschland zu beziehen.

Die Bezeichnung Orenergy kommt von Organischer Energie und diese schmeckt man, denn viele der Inhaltsstoffe lösen Glücksgefühle im Körper aus. Die exotischen Sorten unterscheiden sich durch ihren Geschmack von der Konkurrenz und heben sich positiv vom Einheitsbrei ab.

Preis und Kauf

Der Preis für einen Acáo liegt bei etwas über 1,50€ ohne Pfand, womit es zu den etwas teureren Produkten unter den Energydrinks gehört, insbesondere da die Füllmenge 250 ml beträgt und es im Handel auch Flaschen mit 0,5 l Inhalt für einen günstigeren Preis gibt.

Acáo kann im firmeneigenen Onlineshop oder über Amazon bezogen werden. Zudem ist eine monatliche Lieferung möglich, die ab drei Monaten eine Vergünstigung von 5€ bietet. Damit sind Acáo Energiedrinks nicht die teuersten auf dem Markt, aber auch definitiv keine günstigen Produkte. Die guten Inhaltsstoffe gleichen den Preis jedoch wieder aus.

Im Gegensatz dazu liegt der Preis des Orgenergy bei ungefähr 90cent pro Dose, wodurch er wesentlich günstiger als sein Pendant von Acáo. Der geringere Preis liegt auch an dem niedrigen Gehalt von echtem Fruchtsaft.

Fazit

Beide Sorten bieten ihre Vor- und Nachteile und können insbesondere beim Preis nicht mit allen Platzhirschen mithalten, dafür aber bieten gerade ihre Zutaten einen deutlichen Mehrwert im Bereich gesunder Ernährung. Mit dem höheren Preis unterstützt man als Verbraucher zusätzlich eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Produktion und den Umweltschutz – eine Philosophie, die den erhöhten Preis rechtfertigen kann.